Werbemöglichkeiten in gängigen Social Media-Plattformen

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Einen Social Media-Post absetzen, Däumchen drehen und sich über eine hohe Reichweite freuen – es könnte so schön sein. Die Realität sieht leider anders aus. Ohne bezahlte Inhalte geht es heute nicht mehr, dafür haben die Algorithmen auf Facebook und Instagram und die Masse an Content auf Social Media-Plattformen gesorgt. Um eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen oder viele Conversions zu generieren, brauchen wir einfach einen guten Mix aus Paid und Organic Content.

Die Welt der Anzeigenschaltung steht uns offen. In unserem letzten Blogartikel haben wir euch bereits gezeigt, wie ihr Werbeanzeigen für Facebook und Instagram mit dem Facebook Werbeanzeigenmanager erstellt. Als kleine Auffrischung gibt es jetzt noch einmal eine Kurzzusammenfassung zu den beiden Netzwerken. Zusätzlich erklären wir euch Schritt für Schritt, wie ihr Ads auf Twitter, YouTube und Pinterest schalten könnt, damit ihr als Social Ads-Superprofi voll ausgestattet seid.

Facebook – Der Werbeanzeigenmanager

Um Werbung auf Facebook zu schalten, benötigt ihr eine Unternehmensseite, denn nur dann habt ihr Zugriff auf den Facebook Werbeanzeigenmanager. Hier könnt ihr neue Kampagnen erstellen, euer Ziel sowie Budget und Laufzeit auswählen und eine oder mehrere Anzeigengruppen definieren.

Ihr könnt zwischen mehreren Darstellungsformen von Ads wählen. Eine kurze Beschreibung dazu findet ihr unten in der Übersichtstabelle.

Instagram – Werbung über Facebook

Werbeanzeigen auf Instagram erstellt ihr auch über den Facebook Werbeanzeigenmanager. Beim Erstellen der Anzeigengruppe findet ihr den Punkt „Platzierungen“. Standardmäßig ist hier „automatische Platzierungen“ eingestellt, sodass eure Ads automatisch auch im Instagram Feed und den Stories ausgespielt werden.

Um eine Ad ausschließlich auf Instagram zu platzieren, klickt ihr auf „Platzierungen bearbeiten“ und wählt alle Haken außer „Instagram Feed“ und „Instagram Stories“ ab.

Das war also die Kurzfassung zum Schalten von Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram. Unseren ausführlichen Artikel mit Schritt für Schritt-Anleitung für den Werbeanzeigenmanager findet ihr hier.

Eine einfachere, schnellere und genauso effektive Möglichkeit Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram zu erstellen, ist unser SocialHub Advertising.

Wenn ihr mehr über das SocialHub Advertising erfahren oder es einfach mal testen wollt, schreibt uns einfach an marketing@socialhub.io.

Als kleine Merkhilfe haben wir euch eine Übersichtstabelle gebastelt. Die findet ihr auch in unserem aktuellen SocialHub Mag und ganz unten zum downloaden, ausdrucken und aufhängen. So habt ihr euer persönliches Social Ads Cheat Sheet immer dabei!

Doch nicht nur Facebook und Instagram unterstützen die Schaltung von Anzeigen. Es gibt noch weitere Plattformen, die interessante Werbemöglichkeiten für Unternehmen bieten.

Twitter – Ganz einfach über ads.twitter.com

Seit Anfang 2015 lassen sich in Deutschland auch Ads auf Twitter erstellen. Um Werbeanzeigen auf Twitter zu schalten, braucht ihr – logisch – einen Twitter Account. Ob Privat- oder Business-Account spielt keine Rolle. Mit dem könnt ihr euch jetzt auf ads.twitter.com einloggen und direkt mit der Anzeigenerstellung loslegen.

Zuerst legt ihr wieder das Ziel eurer Kampagne fest. Dabei habt ihr bei Twitter folgendes zur Auswahl:

In diesem Beispiel haben wir uns für „Markenbekanntheit“ entschieden.

Anschließend geht es an die Details der Kampagne. Hier müsst ihr zunächst eine Zahlungsquelle eingeben, bevor ihr die Kampagne erstellen könnt. Außerdem müsst ihr, wie im Facebook Werbeanzeigenmanager, das Budget und die Laufzeit festlegen.

Was kommt nach der Kampagnenerstellung? Richtig – das Definieren der Anzeigengruppe. Zuerst könnt ihr hier nochmal optional Laufzeit und Gesamtbudget für eure Gruppe festlegen, falls diese Daten von den Kampagnendetails abweichen sollen. Außerdem könnt ihr zwischen einem automatischen Gebot pro Impression oder von euch festgesetzten Zielkosten wählen, die pro Tag nicht überschritten werden.

Unter „Creatives“ könnt ihr jetzt eure organischen Tweets aus der Vergangenheit bewerben. Neue Ads direkt erstellen, geht hier leider nicht. Außerdem könnt ihr noch auswählen, wo euer gesponserter Tweet erscheinen soll.

Jetzt geht es ans Definieren eurer Zielgruppe. Bei Twitter entspricht die nämlich nicht gleich der Anzeigengruppe. Hier könnt ihr bereits gespeicherte Zielgruppen verwenden oder eure eigene anhand Demographie und Eigenschaften definieren.

Zum Schluss nochmal alles in der Übersicht überprüfen und fertig ist eure Twitter Ad!

YouTube – Google Adwords

Für Werbeanzeigen auf YouTube braucht ihr einen Account bei Google Adwords. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Werbeanzeigen auf YouTube zu platzieren. Die unterschiedlichen Möglichkeiten findet ihr in der Tabelle ganz am Ende des Artikels.

Wir zeigen euch jetzt, wie ihr eine Video-Ad erstellt, die vor anderen Videos eingespielt wird. Zuerst müsst ihr euch mit eurem Account hier anmelden, um eine Videokampagne erstellen zu können. Dafür braucht ihr natürlich zuerst eines eurer Videos, das ihr per URL hinzufügen könnt. Ihr könnt auch entscheiden, ob eure Anzeige nur auf YouTube zu sehen sein soll oder auch auf anderen Webseiten von Google. Und ihr könnt festlegen, worauf eure Video Ad die Zuschauer weiterleiten soll.

Weiter geht’s mit der Definition des Standorts eurer Zielgruppe.

Jetzt wird es wieder spannender, denn auch hier müsst ihr eure Zielgruppe definieren. Wie üblich anhand demographischer Merkmale, aber auch anhand des Suchverhaltens der Google-Nutzer. Damit könnt ihr sicherstellen, dass eure Anzeige auch die Menschen erreicht, die sich für euer Produkt oder eure Dienstleistung interessieren.

Zum Schluss legt ihr dann einfach noch euer Budget und das Zahlungsmittel fest und eurer YouTube Video Ad steht nichts mehr im Weg!

Pinterest – Noch nicht in Deutschland

Ihr seid ein deutsches Unternehmen und möchtet Werbeanzeigen auf Pinterest schalten? Tja, Pech gehabt: Pinterest Ads ist zurzeit noch nicht in Deutschland verfügbar. Der Vollständigkeit halber zeigen wir euch aber trotzdem, wie die Anzeigenerstellung theoretisch funktioniert. Wer weiß – vielleicht überrascht uns Pinterest und wir können nächste Woche schon schöne, gesponserte Pins schalten.

Hier könnt ihr (theoretisch) Pinterest Ads schalten und euren Unternehmensstandort festlegen. Um in Europa zu bleiben, haben wir uns für dieses Beispiel einfach mal als irisches Unternehmen ausgegeben. Auch bei Pinterest muss – Überraschung – zuerst eine Kampagne erstellt und das Kampagnenziel definiert werden.

Dann braucht ihr natürlich wieder eine Anzeigengruppe, für die ihr erstmal das Budget festlegen könnt. Bei Pinterest habt ihr die Möglichkeit, neben Demographie und Interessen auch Keywords zu setzen, nach denen User im Netzwerk suchen.

Am Ende wählt ihr noch, welchen eurer organischen Pins ihr bewerben möchtet und schon habt ihr euren gesponserten Pin – theoretisch, wenn ihr ein irisches Unternehmen seid.

In unserer zweiten Übersichtstabelle könnt ihr die Voraussetzungen und Ad-Formen der drei Plattformen nochmal nachlesen:

Egal für welche Social Media Plattform ihr Werbeanzeigen erstellen wollt, das Prinzip ist immer relativ gleich. Der Erfolg eurer Kampagne hängt letztendlich davon ab, wie gut ihr eure Zielgruppe definiert und wie ansprechend eure Werbeanzeige ist. Natürlich ist auch die Höhe des Budgets und die Laufzeit ausschlaggebend – ein hohes Budget über einen längeren Zeitraum ergeben logischerweise mehr Impressionen.

Im Endeffekt geht es bei Social Ads immer um Erfahrungswerte, egal um welche Social Media-Plattform es sich handelt. Deswegen einfach mal testen, vergleichen, anpassen und analysieren. Die Anleitung zur Erstellung der Ads habt ihr jetzt, also worauf wartet ihr noch?

Ladet euch hier unser Social Ads-Cheat Sheet aus der aktuellen SocialHub Mag Ausgabe herunter!

Text: Anna Maucher
Tabelle: Romy Mlinzk, Design: Katja Billik
Layout und Screenshots: Anna Maucher

Titelbild: Kate Trysh on Unsplash