Mit diesen Tipps rockt ihr euer Pinterest Marketing

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WHAT?? Pinterest treibt mehr Traffic auf Webseiten als Twitter, LinkedIn, Google+ und Reddit zusammen?? Yep. Aber ist das nicht so’n Ding für amerikanische Hausfrauen?? Nope…

Pinterest – Mehr Traffic auf der Website

So ähnlich wird manch einer reagiert haben, als vor einigen Monaten bekannt wurde, dass Pinterest für 3,68% des Referral Traffics verantwortlich sei.

Das Fotonetzwerk entspricht voll dem Trend hin zu mehr Bildlastigkeit im Netz, kombiniert mit steigender mobiler Internetnutzung. Obwohl die beliebtesten Themengebiete auf Pinterest Food, Bekleidung, Design, Inneneinrichtung und Reise sind, ist der Dienst entgegen anderslautender Gerüchte nicht nur was für amerikanische Hausfrauen und „Mommy Bloggers“. Im Gegenteil: Pinterest gibt es jetzt auch bei uns. Und das kann marketing-technisch sogar richtig rocken – wenn man einige Dinge beherzigt und es richtig angeht. Dafür kommen hier unsere Tipps und Tricks:

Spezifische Boards und um-die-Ecke-denken

Legt möglichst spezifische, „nischige“ Boards an, denn die funktionieren bei Pinterest besser als zu allgemeine – die Pinner werden euch finden! Also statt „Hotels“ lieber „supermegageile Luxus-Hostels in Berlin“ oder statt „Autos“ lieber „Roadtrips in ollen Vintage-Karossen“, statt „Outdoor-Ausrüstung“ „Packliste für einen Lofoten-Campingtrip im Winter“ (ok, das war jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber ihr wisst hoffentlich, was ich meine).
Grundsätzlich sollten die Titel aber nicht zu lang sein und wenn ihr Pinterest auf englisch nutzt, habt ihr (ähnlich wie bei Instagram) die besten Chancen auf Reichweite und Interaktion.

Dafür muss man aber erst mal wissen, was man eigentlich posten will?!

Wer nicht gerade Konsumgüterhersteller oder Reisedestination ist, hat es da nicht ganz so leicht, doch auch hier stellt man sich im Prinzip ähnliche Fragen: Was will ich erreichen? Traffic auf meine Webseite bekommen? Bekanntheit und Reichweite für meine Marke steigern? Kunden und potenzielle neue Kunden gewinnen? Eine Community aufbauen und den Fokus auf Engagement und Interaktion legen?

Damit zusammenhängend stellt euch auch folgende Fragen:

  • Was könnte unsere Zielgruppen interessieren?
  • Welchen Lifestyle haben sie und für welche Themen interessieren sie sich?
  • Wie wollen wir uns positionieren? (Welche Themen, welche Nischen?)
  • Welche Art von Bildmaterial haben wir bzw. könnten wir ansprechend aufbereiten und von unserer Website/Blog pinnen?

Denkt auch gern mal um die Ecke! Hier ein paar Ideen:

  • Board „über uns“, den Standort, Dinge, die das Team mag etc.
  • Ungewöhnliche / lustige Präsentation oder Nutzung von Produkten (z.B. was man damit nicht machen sollte/was man besser nicht reintun sollte)
  • Historische Archiv-Fotos
  • Infografiken
  • Slideshare Slides, Whitepapers…
  • „Our blog“ oder ein thematisch passendes, kuratiertes Board, auf dem schicke Bilder mit Links zu den einzelnen Blog Posts gepinnt werden
  • „How To“ oder Tutorial Boards
  • Blick hinter die Kulissen
  • Boards für Case Studies von Kunden / Boards mit Ressourcen und Ideen für ein Kundenprojekt / sich bei Kunden mit einem Board bedanken etc.
  • Instagrams pinnen
  • Alles, was mit „Inspiration“ zu tun hat – denn darum geht es bei Pinterest!

Kreatives Beispiel: Was man alles mit einem Großformatdrucker anstellen kann:

Die Agentur Hillert hat z.B. für den Kinderautositze-Hersteller Recaro Child Safety neben Boards mit Direktlink zu den Produkten auch „lifestylige“ Boards kreiert, die zur Lebenswelt der Kunden passen, z.B. „Beautiful Maternity“, „Style for Daddies“ oder „Traveling for Kids“:

Das Pinterest-Engagement von Recaro ist als Mischung aus kuratierten Pins und eigenem Bildmaterial gedacht (das z.B. bei Fotoshootings künftig mit produziert wird) – womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären:

Content kuratieren oder eigenes Material pinnen?

Am Besten beides. Auf keinen Fall solltet ihr euch nicht darauf beschränken, nur zu repinnen. 80% aller Pins sind Repins (Viralitäts-Vorteil von Pinterest: auch ältere Pins werden immer wieder reaktiviert), doch ihr solltet zu den 20% gehören, die auch neuen Content beisteuern – nicht zuletzt, um Links und Traffic für eure Seiten zu bekommen.

Optimiere deine Bilder: das perfekte Pinterest-Bild

Anders als bei anderen Social Networks funktionieren Bilder im Hochformat bei Pinterest am Besten. Optimal ist ein Größenverhältnis von 2:3 oder 4:5 – also etwa 800×600 Pixel für die Ansicht der Einzel-Pins. (Diese werden dann für die Board-Ansichten wiederum von Pinterest herunterskaliert.) Eine Untersuchung von Social Media-Guru Dan Zarrella zum Thema „wie bekomme ich mehr Repins“ hat ebenfalls ergeben, dass Pins möglichst hoch sein sollten:

Welche Arten von Bildern am häufigsten gepinnt werden, hat eine Untersuchung von Curalate herausgefunden:

  • Bilder mit mehreren Farben, nicht nur einer dominierenden
  • Bilder, die weder besonders dunkel, noch besonders hell sind, und weder schwarzweiß noch mit starker Farbsättigung (was Sanftes irgendwo dazwischen!)
  • Bilder, auf denen möglichst wenig Hintergrund zu sehen ist
  • Bilder in Rot-, Orange- und Brauntönen werden doppelt so häufig gepinnt als Bilder in Blautönen (interessant: das scheint bei Instagram genau andersrum zu sein)
  • Bilder ohne Gesichter (Yay! Endlich Ruhe vor Selfies!)

 

Optimierte Bilder hochladen

Die Bilder auf eurer Website oder in eurem Blog entsprechen nicht dem optimalen Format oder eignen sich vom Motiv her nicht so gut? Kein Problem – ihr könnt bei Pinterest auch einfach ein neues Bild erstellen und direkt vom PC hochladen – Link dann aber nicht vergessen!

Und so geht’s: Unter dem „+“-Zeichen rechts oben neben eurem Profilbild gibt es die Funktion „Upload a Pin“. Wenn ihr euer Bild vom PC hochgeladen habt, klickt auf den neuen Pin und bearbeitet ihn nochmal. In dieser Ansicht könnt ihr unten bei „Source“ den Link reinkopieren:

 

Wichtig ist auch, dass ihr eure Pins (wie auch euren Account) mit einer aussagekräftigen Beschreibung inkl. relevanter Keywords verseht, damit diese auch gefunden werden können.

Tipp: Erstellt für einen Blog-Beitrag einfach mehrere Pinterest-würdige Bilder – z.B. mal mit Text im Bild oder ohne – und pinnt sie mehrfach, z.B. zeitversetzt und an unterschiedliche Boards.

Im Trend: Bilder mit Schriftzügen

Bilder, die Schrift enthalten, werden besonders gerne weitergepinnt. Mit verschiedenen Tools wie Canva könnt ihr solche Bilder vom Rechner heute unkompliziert und schnell selbst gestalten. Auch fürs Smartphone gibt es zahlreiche Apps, mit denen man schicke Schriftzüge über Bilder legen kann wie z.B. Over.

Probier mal GIFs

Statt Bildern könnt ihr auch einen Schritt weiter denken – in animierten GIFs. Sie werden auf Pinterest derzeit immer beliebter und sind garantierte Hingucker. Ob ihr mit einem GIF ein Produkt vorführt, einen Eindruck von einer Destination rüberbringt oder einfach nur euren Spaß habt – herausstechen werden sie auf jeden Fall!

Pinterest Contests und Gewinnspiele

Um Nutzer auf euch aufmerksam zu machen und zum Pinnen zu animieren, könntet ihr auch einen Pinterest-Contest durchführen. Dabei können User z.B. dazu animiert werden, zu einem bestimmten Thema selbst ein Board anzulegen und es mit euch zu teilen – der Teilnehmer mit dem besten / kreativsten / lustigsten Board gewinnt.

Eine schöne Idee hatte Peugeot: Hier zerlegte man ein Autobild in Einzelteile und forderte die Teilnehmer dazu auf, die fehlenden Teile des Puzzles auf der Facebook-Seite und Webseite zu finden und auf eins ihrer Boards zu pinnen, um zu gewinnen.

Bei Peugeot wurden die User dadurch nicht nur dazu aufgefordert, von der eigenen Website zu pinnen, sondern die Aktion führte auch zu mehr Engagement und nicht zuletzt zu neuen Followern, da man Peugeot folgen musste, um sie zum eigenen Board einzuladen.

Live Pinterest Sessions

Wer bereits aktiv bei Pinterest ist und sich eine kleine Community aufgebaut hat, kann auch mit Pinterest Live Chats experimentieren. Ein gutes Beispiel hierfür aus dem Bereich Reise ist der wöchentlich stattfindende „Pin-up Live“-Chat von Beers and Beans, bei dem jede Woche zu einem bestimmten Thema Reiseinspirationen gepinnt und Stories in Kommentaren gepostet werden.

 

Rich Pins

Eine weitere interessante Möglichkeit für Unternehmen sind die „Rich Pins“, die Pinterest vor einigen Monaten einführte: Pins, die mehr Info zum Pin enthalten als nur ein schnödes Bild. Derzeit stehen die folgenden Arten von Rich Pins zur Verfügung:

  • Place Pins: enthalten Orte (eine Karte, Adresse und Telefonnummer) → interessant bei Destinations-Boards, wo die einzelnen Orte auf einer interaktiven Karte nachvollzogen werden können
  • Article Pins: enthalten eine Headline, kurze Inhaltsbeschreibung und den Autor → ideal, um Leselisten zu erstellen und Artikel für später zu ‚bookmarken‘
  • Product Pins: enthalten aktuelle Produktinfos wie Preis, Verfügbarkeit und Link zur Produktseite
  • Rezept Pins: enthalten Infos über Zutaten, Zubereitungsdauer und Serviertipps → ideal für Cafés und Restaurants
  • Film-Pins: enthalten Infos über Freigabebeschränkungen, Darsteller und Rezensionen.

Die Rich Pins bieten nicht nur mehr Informationen und fallen im Stream mehr auf, sondern ziehen auch automatische Updates von der Website, wenn sich z.B. der Preis eines Product Pins ändert, oder informieren die Pinner über Sale-Aktionen per E-Mail. Um Rich Pins nutzen zu können, muss die Website allerdings erst mal entsprechend vorbereitet und validiert werden. Wie das geht, erklärt Pinterest hier.

In diesem Beitrag habt ihr gelernt, wie ihr Pinterest für euer Unternehmen nutzen könnt, wie ihr eure Bilder für Pinterest optimiert, welche Arten von Pins besonders gut funktionieren und welche Möglichkeiten es außer Bildern pinnen noch für euer Pinterest Marketing gibt.

Jetzt heißt es rüber zu Pinterest und rocken!

Aber davor interessiert uns, welche Pinterest-Tipps ihr noch habt? Haut sie einfach rein in die Kommentare!

  • james

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    James Hooper
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  • Lena Dre

    danke für diesen tollen Beitrag! Er hat mir wirklich sehr geholfen und jetzt trau ich mich und wage mich nauch an Pinterest heran, um mit meinem Blog vorwärts zu kommen. 🙂

    • Hi Lena, freut mich sehr, dass unser Beitrag für dich hilfreich ist. Philip

  • Ich versuche meine Kunst durch Pinterest weiter zu verbreiten und eure Tipps werde ich in Zukunft umsetzen, vielen dank!

  • Lisa Reuter

    falls ihr wirklich einen kompetenten Ansprechpartner in Sachen Social Media sucht , dann empfehle ich euch den Mike im Livechat auf folgender Webseite http://www.buycheapestfollower… er verfügt über ein erstaunlich breit gefächertes Know How .

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  • Pingback: pinterest-Marketing | private intelligence()

  • Creative Drizzle

    Habe grade meinen ersten Blog erstellt und möchte ihn auch auf pinterest teilen, dein Beitrag dazu hat mir sehr geholfen danke!

  • Ich bin mit meiner Seite seit dieser Woche bei Pinterest vertreten. Deine Tipps wären dabei verdammt hilfreich.

  • Pingback: Die Social Media Links von heute (27.5.2014) - socialmedianewsletter.de()

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