Effiziente Leadgenerierung durch Facebook Lead Ads

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2004

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Ein Gastbeitrag von Steffen Jecke, Projecter GmbH

Das Hauptziel von Webseiten-Betreibern besteht nicht nur in der Steigerung des Umsatzes, auch spielt das Generieren von Leads eine wichtige Rolle.

Die Abschlüsse können unterschiedlichster Couleur sein, von Newsletter-Abonnenten über Anfragen für Termine in lokalen Geschäften bis zur Bewerbung auf Stellenausschreibungen definiert sich der Lead für jeden Advertiser anders.

Für die Bewerbung solcher Leads launchte Facebook im Oktober vergangenen Jahres ein passendes Anzeigenformat: Lead Ads.

Seitdem aktualisierte Facebook die Werbeform stetig und schafft einen beeindruckenden Funktionsumfang.

Was charakterisiert Facebook Lead Ads?

In der Vergangenheit konnten Leads lediglich durch einen Link Page Post Ad generiert werden, wobei der User auf eine Landingpage außerhalb von Facebook geleitet wurde. Auf diesen externen Seiten sind die Abbruchraten auch bei sehr responsiven Seiten jedoch enorm hoch.

Genau dieses Problems nehmen sich die Facebook Lead Ads an und ermöglichen dem Nutzer, die Leadinformationen in einem Formular innerhalb der Facebook App abzugeben. Zu Beginn konnten die Lead Ads also lediglich mobil ausgespielt werden, mittlerweile wurde die Schaltung um die Desktop-Platzierung erweitert.

 

facebook lead adsAuch die Formatvielfalt wuchs an. Waren anfangs nur Dark Page Posts möglich, können nun auch Carousel Ads und Videos geschaltet werden.

 

Damit vergrößert sich der Gestaltungsspielraum für komplexere Leads.

Wie werden Lead Ads erstellt?

Die Erstellung der Lead Ads geschieht über den Power Editor (lediglich vom Chrome Browser unterstützt) und den Werbeanzeigenmanager. Die Lead Ads haben dabei ein eigenes Kampagnenziel, welches als „Leadgenerierung“ betitelt wird. Die Erstellung der Anzeige kann erst durch das Akzeptieren der Nutzungsbedingungen für Lead Ads beendet werden.

Es gibt bei der Erstellung der Werbeanzeigengruppen bestimmte Besonderheiten. Lead Ads können beispielsweise nur in Verbindung mit Facebook-Seiten veröffentlicht werden. Wie schon erwähnt, ist es nun auch möglich, die Lead Ads nicht nur mobil, sondern auch auf dem Desktop auszuspielen.

 

platzierungAls Optimierungsmöglichkeiten kann der Werbetreibende neben der Steigerung von Klicks ebenfalls einen Algorithmus zur Maximierung der Leads auswählen. Diese Option ist besonders für Einsteiger empfehlenswert.

Auch auf Ebene der Werbeanzeigen lassen sich leadspezifische Einstellungen vornehmen.

So wurden die Optionen für den Call-to-Action Button im Lead Ad Bereich um Begriffe wie „Abonnieren“, „Registrieren“ oder „Jetzt bewerben“ erweitert.

Im Fokus der Lead Ads steht allerdings das Anzeigenformular, dies wird auf Anzeigenebene erstellt und steht danach für weitere Anzeigen zur Verfügung. Es hält die Möglichkeit bereit, entsprechende Daten über das Anzeigenformat direkt zu erfassen. Das Löschen und Bearbeiten der Formulare ist derzeit noch nicht möglich, das Duplizieren jedoch schon.lead formular

 

Für die Erstellung des Formulars sind drei bis vier Schritte notwendig.

  • Zunächst wird das Formular benannt und die Spracheinstellung für die User bestimmt. Außerdem kann an dieser Stelle ausgewählt werden, ob eine sogenannte Kontextkarte eingesetzt werden soll.
  • Im zweiten Schritt werden die Nutzerinformationen, die im Formular abgefragt werden sollen, festgelegt. Facebook bietet hier eine breite Palette an Informationen zur Auswahl an, diese sollten für die üblichen Use-Cases ausreichen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, drei individuelle Fragen mit jeweils maximal 50 Zeilen hinzuzufügen.

Das Formular sollte jedoch nicht zu überladen sein, denn mit jeder weiteren angefragten Information sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer das Formular absendet.lead formular -1

 

  • Danach müssen im dritten Schritt die Datenschutzrichtlinien des Unternehmens hinzugefügt werden. Optional kann ein Disclaimer hinzugefügt werden, der auch eine Check-Box für die Zustimmung der weiteren Datenschutzbestimmungen inkludieren kann. Damit kann ein weiterer positiver Schritt zum Einhalten des Datenschutzes gegangen werden. Im nächsten Fenster muss ein Link hinterlegt werden, den der User nach erfolgreicher Leadabgabe zu sehen bekommt.kontextkarte facebook lead ads

Optional kann nun die Kontextkarte erstellt werden. Hier können zusätzliche Informationen untergebracht werden, was sich besonders für erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen anbietet. An dieser Stelle hat der Werbetreibende die Möglichkeit, weitere Argumente und Mehrwerte für den Endkunden zu kommunizieren und ihn zum Kauf anzuregen.

 

Wie erhalte ich die Daten meiner Leads?

Der Bericht mit den erfassten Daten ist etwas versteckt auf der dazugehörigen Facebook-Seite unter „Beitragsoptionen“ in dem Reiter „Lead Ad Formulare“ zu finden.

 

Die Daten können hier einfach als CSV heruntergeladen und weiterverwendet werden, beispielsweise für den Newsletter-Verteiler. Um die Qualität der Leads zu wahren, sollte die Synchronisation und die Ansprache der Nutzer möglichst zeitnah nach der Abgabe der Leads erfolgen.

Lead Ads sollten von allen Werbetreibenden mit passenden Performance-Produkten in jedem Fall getestet werden. Die einfache und vielseitige Anwendung des Werbeformats steigert die Wahrscheinlichkeit der Leadabgabe um ein Vielfaches.

Ein Gastbeitrag von Steffen Jecke, Projecter GmbH

Über Steffen Jecke

Steffen Jecke Projecter GmbHSteffen Jecke (@Privileg7) ist Head of SEA bei der Projecter GmbH in Leipzig. Nach seinem Masterabschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Leipzig fand er im Online Marketing seine Bestimmung. Sein Aufgabenfokus liegt dabei in den Bereichen SEA und Social Media. In dieser Tätigkeit setzt er sich intensiv mit der Anzeigenschaltung auf Google und Facebook auseinander. Privat interessiert er sich für gute Gespräche, Sport und Reisen.

 

 

Titelbild: Alesia Kazantceva auf Unsplash

Dieser Artikel ist auch in unserem SocialHub Mag erschienen! Zum Download der ersten Ausgabe geht’s hier.

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