Das perfekte Instagram Profil: 8 Tipps zum Erfolg

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Beitrag von Selina Becker, Online Marketing Trainee bei SocialHub

Jeder Konzern, jedes Start-Up und jede*r Freelancer*in hat es sich zum Ziel gesetzt, seine oder ihre Marke einer möglichst breiten Masse näher zu bringen. Aber wodurch gewinnt dein Unternehmen am leichtesten Reichweite und so bestenfalls neue Kundinnen und Kunden? Natürlich immer noch durch Social Media!

Da Facebook, zumindest unter der Generation bis 25, als sozialer Kanal immer weiter ausstirbt, ist die beste Option, um Menschen im Alter von 18 bis 40 zu erreichen, Instagram. Auch wenn bei einer monatlichen Anzahl von einer Milliarde aktiven Nutzerinnen und Nutzern auf Instagram eine große Zielgruppe gegeben ist, sträuben sich manche Unternehmen in Deutschland immer noch dagegen, Instagram als professionellen Werbekanal einzusetzen. Oft ist das aber gar nicht so schwierig und es mangelt ihnen einfach an den nötigen Infos, um ihr Profil erfolgreich zu machen.

Wie du in acht einfachen Schritten ein für deine Zielgruppe ansprechend und professionell gestaltetes Instagram Profil erstellen kannst, erfährst du hier.

1. Das professionelle Business-Konto

Der erste Schritt zu einem professionellen Instagram Profil ist das Umwandeln deines privaten Standard-Kontos in ein öffentliches Business-Konto. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen kannst du für deine Instagram Bio eine Bezeichnung wie “Unternehmen/Unternehmer*in” auswählen, was dein Profil erstens einordnet und zweitens Professionalität ausstrahlt, dieser Schritt ist aber auch für deine Reichweite hilfreich.

Dieses Business-Konto kannst du einrichten, indem du in Instagram auf deine Einstellungen, dann auf Konto und schlussendlich “zu professionellem Konto wechseln” klickst. Anschließend kannst du, wie gesagt, verschiedene, in deiner Bio sichtbare Bezeichnungen wählen. Passend wären z.B.  “Unternehmen/Unternehmer*in” oder “Produkt/Dienstleistung”. Durch die dir nun zur Verfügung stehenden Insights wie die Aktivität und das Alter deiner Follower kannst du ab jetzt deine Zielgruppe genauer analysieren, was dir bei deiner zukünftigen Content-Strategie enorm helfen wird.

Ein Beispiel für eine mögliche, passende Bezeichnung ist die Allianz Deutschland, deren Profil mit „Versicherungsgesellschaft“ gekennzeichnet ist.

 

Deine Instagram Insights findest du übrigens direkt unter deiner Bio auf dem Profil.

2. Der ansprechende Profilname

Der Profilname sollte so nah wie möglich am Namen des Unternehmens und vielleicht auch der Website liegen, bestenfalls beidem einfach entsprechen. So stellst du sicher, dass dein Instagram Profil auch gefunden und mit deinem Unternehmen direkt verknüpft wird. Falls der Name schon vergeben ist, hänge eine Endung hinten dran oder arbeite mit Punkten und Unterstrichen. Einzelne Buchstaben zu ersetzen oder zu verdoppeln ist nicht zu empfehlen, da das Unternehmen beim Eingeben deines offiziellen Namens in der Suchleiste mit geringerer Wahrscheinlichkeit angezeigt wird.

Birkenstock macht es richtig und agiert einfach unter ihrem offiziellen Firmennamen auf den sozialen Medien.

3. Das richtige Profilbild

Wenn du auf ein Instagram Profil klickst, wird dein erster Eindruck sicherlich durch das Profilbild bestimmt. Für euer Unternehmen solltest du deshalb kein langweiliges, unauffälliges Foto wählen, das euren Followern nicht im Gedächtnis bleibt. Es sollte aber dennoch eine gewisse Professionalität ausstrahlen. Du solltest hier mit Farben arbeiten, die sich vom Hintergrund der App unterscheiden, egal ob der User die Hintergrundeinstellung schwarz oder weiß gewählt hat. Meistens ist das Logo deiner Firma eine gute Wahl, da es häufig schon genau den Anforderungen entspricht. Statt dem Logo könnt ihr z.B. auch ein Teambild verwenden, euer Office-Tier oder euer in Szene gesetztes Produkt. Bitte denkt daran: Das Profilbild auf Instagram wird relativ klein angezeigt, deswegen sollte euer Motiv nicht zu klein im Bild zu sehen sein, aus viel Text oder Buchstaben bestehen oder zu viele Bildelemente enthalten.

Ein geeignetes Beispiel für ein passendes Profilbild ist Rossmann. Das Logo hat einen starken Wiedererkennungswert, die Unternehmensfarben sind auffällig und sie verzichten auf Text oder überladene Bildelemente.

4. Eine informative Bio(grafie)

Die Bio findest du direkt unter deinem Profilnamen und -bild, und sollte deinen Besucher*innen direkt die wichtigsten Fakten präsentieren. Aus diesem Grund ist sie sehr wichtig für jedes perfekte Instagram Profil. Hier solltest du den offiziellen Namen deiner Firma festhalten und kurz und prägnant beschreiben, was ihr anbietet oder produziert. Der Unternehmensslogan ist auch nie verkehrt.

Falls ihr mehrere relevante Instagram Profile habt, kannst du diese auch gegenseitig in den Bios erwähnen. Viel mehr, außer der Link zu eurer Website, sollte hier allerdings nicht stehen, da zu viel Text in der Bio eher abschreckend wirkt. Kurz, aussagekräftig, interessant – das ist hier die Devise. Der Link zu eurer Website trägt übrigens dazu bei, dass es dem User möglichst leicht gemacht wird, euer Produkt direkt zu finden. So kannst du eure Website-Aufrufe noch zusätzlich erhöhen und rankst damit auch in der Google Suche besser. Es gibt einen kleinen Haken: In der Instagram Bio kann leider nur ein Link eingefügt werden. Falls du euren Besucherinnen und Besuchern also mehrere Links zur Verfügung stellen willst, kannst du Tools wie “Linktree” verwenden oder eine eigene Landing Page mit Verlinkungen bauen. Den Linktree oder Landing-Page-Link kannst du dann in deine Bio einfügen und dieser leitet deine Follower dann zu deiner Link-Sammlung, wo sie alle von dir geteilten Links abrufen können.

5. Aussagekräftige Highlights 

Ein weiterer wichtiger Punkt deines professionellen Profils sollten deine Highlights darstellen. Diese kannst du direkt unter deiner Bio finden. Die Highlights helfen potentiellen Kundinnen und Kunden dabei, sich in kurzer Zeit über euer Unternehmen zu informieren, allerdings nur bei sinnvoller Benennung und Gestaltung.

Bei der Erstellung deiner Highlights solltest du dir zuerst Gedanken über die Einteilung in Über-Themen machen. Ein guter Anfang wäre zum Beispiel das Thema “Fragen” oder “Hinter den Kulissen”, wenn du euren Besucherinnen und Besuchern mehr Infos über euch bereitstellen möchtest. Anschließend wählst du nach und nach für jedes einzelne Highlight die jeweils geeigneten Stories aus. Hier kannst du jede jemals von dir gepostete Story hinzufügen, zu finden sind diese in deinem Story-Archiv. Falls sich für eine Story zwei oder mehrere Kategorien eignen, kannst du sie auch mehreren Highlights hinzufügen.

Beim Design des Titelbildes für deine Highlights ist es wichtig, sich für ein einheitliches Design zu entscheiden. Dabei helfen dir spezielle Apps.. Die App “Highlight Cover Maker” ist hierfür zum Beispiel gut geeignet, um aus vielen Vorlagen dein Hightlight-Design zu wählen, anzupassen und direkt im richtigen Format zu erstellen. Auch hier solltest du beachten, dass dem User eure Highlights relativ klein angezeigt werden, weswegen das Titelbild nicht zu kompliziert und zu überladen sein sollte. Zwar nimmt das Sortieren der archivierten Stories etwas Zeit in Anspruch, es hilft jedoch potenziellen Kundinnen und Kunden beim dauerhaften Erkunden eurer Firma und ihr habt dauerhaften Nutzen vom Erstellen eurer Stories. 24 Stunden sind schließlich keine sehr dankbare Nutzungsdauer für wichtige Infos und coole Einblicke in euer Unternehmen.

Auf dem Instagram Profil der Deutschen Bahn kann man gut die einfache, einheitliche und dennoch ansprechende Gestaltung der Highlights sehen.

6. Ein einheitlicher Feed 

Eine stimmige Farbverteilung, ein roter Faden und deswegen eine immer wiederkehrende Bearbeitungsroutine (in Form von Design, Filter, Motiven) sind in deinem Instagram Feed essentiell. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt, da du deinen eigenen Stil finden solltest und am besten weißt, was zu euch und eurem Produkt passt. Denke daran, dass Farben und Motive bestimmte Emotionen bei dem Betrachter oder der Betrachterin auslösen können. Du kannst also durch deine Beiträge beeinflussen, welche Stimmung deine Follower beim Betrachten deines Profils empfinden. Eine große Verantwortung!

Bei der Bearbeitung hilft es, sich auf wenige, einfache Programme zu beschränken und diese jedes Mal zu verwenden. Ich empfehle die Apps VSCO und Canva. Bei beiden gibt es zwar kostenlose Versionen, die Anschaffung der Pro-Version lohnt sich allerdings, da du z.B. einen Brand-Guide mit den Farben deines Unternehmens hinterlegen kannst. Aber Achtung: Überfordere den User nicht mit zu stark bearbeiteten, überladenen Bildern. Das sieht in deinem Instagram Profil auf den ersten Blick chaotisch, unstrukturiert und unprofessionell aus.Du solltest deswegen höchstens leichte Farbfilter verwenden, Kleinigkeiten wie die Schärfe oder Kontraste anpassen und, falls überhaupt nötig, wenig Text auf den Bildern einfügen.

Der Instagram Feed von Rewe ist einheitlich und ansprechend gestaltet. Und man bekommt direkt Hunger!

7. Bilder mit Mehrwert

Die Beiträge, die du auf Instagram postest, sollten thematisch gut überlegt sein und immer einen direkten oder indirekten Bezug zu eurem Produkt oder eurer Branche haben. Du solltest dir überlegen, wie du das Produkt durch die Posts so darstellen kannst, dass es für jede*n greifbar wird. Handelt es sich beispielsweise um ein Küchenutensil, so kannst du unter anderem Rezeptvorschläge, die mit deinem Produkt zubereitet werden, hochladen. Weitere Beispiele wären Bastelvorschläge oder Verwendungstipps.

Kreiere Beiträge,  die deine Kundinnen und Kunden aktiv ansprechen und letztendlich zum Kauf animieren. Beiträge aus dem Alltag der Mitarbeiter*innen sind zwar eine schöne Abwechslung, helfen eurem Business aber nicht nachhaltig.

 Posts auf Instagram sollten euren Besucherinnen und Besuchern immer in gewisser Weise einen Mehrwert bieten. Oder interessiert es euch, was es in der Unternehmenskantine der Drogeriekette eures Vertrauens zu Mittag gab?

Rewe postet, passend zu ihrer Branche, regelmäßig Rezepte, die zum Kauf ihrer Produkte anregen. So macht Lebensmittel kaufen doch Spaß!

8. Relevante Verlinkungen 

Wenn du einen Beitrag zu z.B. konkret einem eurer Produkte auf Instagram veröffentlichen möchtest, kannst du eine weitere, nützliche Funktion nutzen. Seit 2018 gibt es in Deutschland eine direkte Shoppingmöglichkeit in der App. Falls noch nicht geschehen, solltest du spätestens jetzt euren Instagram Account in ein Business-Konto umwandeln, denn erst dann kannst du diese Shop-Funktion nutzen. Eine genaue Anleitung zum Erstellen eines Instagram Shops, findest du hier.

Wenn du deinen Shop auf Instagram erstellt bzw. verknüpft hast, kannst du bei der Beitragserstellung nun Produkte direkt auf dem Bild markieren. Das vereinfacht euren Followern den Kauf eines Produkts, da diese nun bequem auf den Beitrag klicken und anschließend direkt zum Shop weitergeleitet werden.

Rossmann zum Beispiel verlinkt regelmäßig den Onlineshop zu ihren Produkten. Clever!

Fakt ist: In noch zu vielen Unternehmen wird entweder zu wenig Wert auf den Social-Media-Auftritt gelegt, oder die (menschlichen) Ressourcen, sind einfach nicht gegeben. Dabei muss es doch gar nicht kompliziert sein! Wenn du dich an unsere Tipps hältst, schaffst du es mit einfachen Mitteln, ein ansprechendes Instagram Profil zu gestalten und dauerhaft präsent zu sein.

Es gilt aber dennoch: Dranbleiben! Sich ein wirklich gut laufendes Profil aufzubauen kann dauern und teilweise gutes Durchhaltevermögen erfordern. Es zählt die Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit. Lasst euch nicht von geringem Wachstum oder wenig Interaktion abschrecken. Solange euer Auftritt und eure Beiträge die richtigen Personen eurer Nische erreicht, wird sich die Mühe lohnen. Versprochen!

 

Quellen:
https://influencermarketinghub.com/de/social-media-websites/

https://www.futurebiz.de/artikel/instagram-statistiken-nutzerzahlen/
https://business.instagram.com/shopping/setup?locale=de_DE
Selina Becker über Diego PH auf Unsplash

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